Verfassung

Projekt „Kirche auf dem Weg“

Neues Projekt in unseren Kirchengemeinden im Hochsolling gestartet!

Mit Beginn des Jahres 2014 sind die Kirchengemeinden Neuhaus/Fohlenplacken und Silberborn ein zweites Projekt angegangen. Nachdem das erste Projekt (Pilgerprojekt –„ich gehe mit“) bereits über einen Zeitraum von fünf Jahren von 2009-2013 erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Für beide Projekte wurde ein Antrag auf finanzielle Förderung der Personalkosten durch den Innovationsfonds der Evangelischen Landeskirche Hannovers gestellt – beide Anträge wurden bewilligt! Erfreulicherweise! Denn durch diesen Zuschuss kann die seit 2009 für unsere Kirchengemeinden bestehende ½ Pfarrstelle auf einen ganzen Anteil aufgestockt werden.  Wobei sich diese zweite Hälfte wie folgt zusammensetzt: ¼ der Höhe einer Pfarrstelle wird durch den Innovationsfonds bereitgestellt und ¼ müssen die Kirchengemeinden selbst durch Rücklagen und Spenden aufbringen. Und diese „Rechnung“ für einen ganzen Pastor, in unserem Fall eine Pastorin, geht damit genau auf!

Seit 2009 also ist die Pastorenstelle somit „zweigeteilt“. Neben den traditionellen kirchlichen pastoralen Aufgaben kommen neue Arbeitsfelder hinzu. Mit den Aufgaben aus dem ersten Projekt sind dies die Pilgerschleifen rund um unsere drei Orte. Durch das Pilgerprojekt haben die Kirchenvorstände die Möglichkeit genutzt, für unsere Gemeinden ein attraktives und ausgewogenes Arbeitsumfeld für einen Pfarrstelleninhaber anbieten zu können. Ohne Projekt und damit ohne finanzielle Förderung wäre das nicht möglich gewesen!

Nach den ersten erfolgreichen fünf Jahren ist es den Kirchenvorständen unserer Gemeinden gelungen, ein weiteres Projekt verwirklichen zu können, das ebenfalls finanziell in gleicher Höhe wie das Erste, vom Innovationsfonds der Evangelischen Landeskirche Hannovers gefördert wird und zwar bis einschließlich 2016!

Grund genug also, das „Alte“ gebührend zu feiern und mit Zuversicht auf das „Neue“ zu blicken!
Anfang Mai wurde der ganzen Gemeinde und Interessierten im feierlichen Rahmen Rückblick und Ausblick für die Kirche vor Ort präsentiert:

  • Mit dem Pilgerprojekt „ich gehe mit“ konnten innerhalb von fünf Jahren (2009-2013) neue Schwerpunkte für die kirchliche Arbeit vor Ort gesetzt werden.
  • Viele neue Ehrenamtliche (Pilgerbegleiter, Baugruppe, Kräuter-gartenteam) konnten für das „Pilgern“ gewonnen werden.
  • Ein neuer Verein, der Freundeskreis – wir gehen mit! e.V., zur Förderung und Unterstützung wurde 2011 gegründet.
  • Insgesamt sind 12 thematische Pilgerschleifen unterschiedlicher Länge (3 – 12 Kilometer) mit eigens eingerichteten Wegstationen (u. a. Dankaltar, Kleine Wasserstelle, Steintisch, Zachäusbank, Kräutergarten) entstanden, die von Gruppen mit geschulten Pilgerbegleitern gegangen werden.
  • In jedem Jahr – auch nach Abschluss des ersten Projektes – werden offene Pilgerwanderungen, teilweise mit Gottesdienst, angeboten. Gruppen können jederzeit begleitete Touren buchen.
  • Das neue Projekt (2014-2016) trägt den Namen „Kirche auf dem Weg“ und soll das Pilgern als Schwerpunktbereich neben den traditionell evangelischen Kerngeboten fest etablieren.
  • In den nächsten drei Jahren soll aus einer Gemeinde mit Profil eine Profilgemeinde im Hochsolling heranwachsen.
  • Als umspannendes Element soll der Pilgergedanke „Das ganze Leben ist eine Pilgerreise“ in den Gruppen und Kreisen der Gemeinden gefestigt werden.
  • Neue Generationen verbindende Angebote werden entwickelt nach dem Leitgedanken Miteinander (im) Glauben leben: 
    • Alt und Jung – Dialog der Generationen: Jugendliche gehen zu Senioren befragen sie in Bezug auf ihre Erinnerungen, während sich die befragten älteren Gemeindeglieder mit und von den jüngeren porträtieren lassen. Eine Publikation mit erzählten Lebenswegen und Bildern ist geplant, in der sich alle Beteiligten identitätsstiftend wiederfinden können.
    • Ein Generationengarten soll in partnerschaftlicher Zusam-menarbeit von Alt und Jung, Groß und Klein entstehen.
    • Andachten in den Seniorenheimen werden mit Kindern und Konfirmanden gestaltet und gefeiert.
    • Gestaltung von Seniorennachmittagen, bei denen das Pilgern durch Vorführungen von Kindern und Jugendlichen erlebbar gemacht wird.

Mit der Entwicklung des Projektes „Kirche auf dem Weg“ wird also für die Dauer von weiteren drei Jahren ½ Pfarrstelle (zur bestehenden ½ Pfarrstelle) mit dem Auftrag der inhaltlichen Entwicklung und Gestaltung des Veränderungsprozesses einer traditionell geprägten Kirchengemeinde zu einer Profilgemeinde eingerichtet.